Die interessantesten E-Scooter im Sortiment 2026

Über zwanzig Modelle, drei Fragen, eine Entscheidung

Das Sortiment umfasst Scooter von 569 bis 3450 Franken. Auf den Produktbildern sehen viele davon gleich aus. Der Unterschied steckt in drei Zahlen, und die entscheiden für dich mit, welche Gruppe überhaupt in Frage kommt.

Stand dieser Übersicht: 29. Juli 2026. Preise, Lagerbestand und angekündigte Liefertermine können sich ändern. Verbindlich sind deshalb die aktuelle Produktseite und die Angaben im Checkout.

  1. Wo fährst du? Für die öffentliche Strasse sind die drei eKFV-Modelle gebaut. Die übrigen sind Leistungsgeräte für Privatgelände.
  2. Wie weit fährst du am Tag? Die Reichweiten reichen von bis 55 km bis zu 170 km laut Hersteller.
  3. Musst du den Scooter tragen? Zwischen dem leichtesten und dem schwersten Modell liegen über 25 Kilogramm.

Die Übersicht folgt dem Einsatzzweck statt einem Ranking. Neu dabei sind der Teverun Fighter Mini Pro eKFV, der Boyueda M2 und der Teverun Blade Mini Ultra eKFV. Der Boyueda M2 war am Stichtag noch nicht bestellbar und wird deshalb nicht empfohlen.

Für die Strasse: die drei eKFV-Modelle

In der Schweiz gilt für E-Scooter mit reinem Gasgriff eine Limite von 20 km/h. Rechtlich zählen sie als Motorfahrrad, also Mofa-Kategorie. Trottoir ist verboten, erlaubt sind Radstreifen und Radwege, sonst die Strasse. Mindestalter 14, von 14 bis 16 mit Führerausweis Kategorie M, ab 16 ohne. Tuning ist illegal, kann die Strassenzulassung aufheben und bei einem Schaden zu Problemen mit der Versicherung führen.

Drei Modelle im Sortiment sind auf 20 km/h limitiert, mit 10 Prozent Toleranz, und fahren mit zwei 250-W-Bosch-Motoren. Das ergibt 500 W Nennleistung. Eine höhere, nur kurz verfügbare Peak-Leistung ist davon zu unterscheiden und ändert die Nennleistung nicht. Die drei Modelle unterscheiden sich vor allem beim Akku.

Modell CHF Akku Reichweite laut Hersteller Für wen
Teverun Blade Mini Pro eKFV 949 52 V, 22.5 Ah (1170 Wh) bis 60 km Arbeitsweg bis rund 15 km pro Strecke
Teverun Blade Mini Ultra eKFV 1319 52 V, 30 Ah (1560 Wh) bis 90 km Pendeln ohne Laden am Arbeitsplatz
Teverun Fighter Mini Pro eKFV 1929 52 V, 30.8 Ah Samsung bis 100 km Vielfahrer, die Reserve wollen

Das Blade Mini Pro eKFV wiegt 31.2 kg, das Blade Mini Ultra eKFV 32.8 kg. Beim Fighter Mini Pro eKFV nennt der Hersteller kein Gewicht. Alle drei nehmen bis 150 kg Zuladung. Das Blade Mini Pro eKFV lädt mit 2 A rund 11 bis 12 Stunden, die beiden anderen mit 6 respektive 5 A in etwa 5 bis 6 Stunden. Wer täglich fährt, merkt diesen Unterschied.


Kurz gesagt

Fährst du im Verkehr, kommen nur diese drei in Frage. Der Rest des Sortiments ist auf Leistung ausgelegt, mit Tempo, das über der Strassenlimite liegt, und gehört auf Privatgelände.

Der Einstieg unter 600 Franken

Zwei Modelle liegen unter 600 Franken, beide von KuKirin, beide mit einem Motor und laut Hersteller bis 45 km/h. Das sind die leichtesten und günstigsten Leistungsmodelle im Sortiment.

Der KuKirin T3 kostet 569 Franken, hat 48 V mit 15.6 Ah, 800 W Motorleistung, bis 58 km laut Hersteller und wiegt 25.5 kg. Der KuKirin G2 kostet 579 Franken, hat 48 V mit 15 Ah, ebenfalls 800 W, bis 55 km laut Hersteller und wiegt 26 kg. Beide bremsen mit Scheiben vorne und hinten und rollen auf 10 Zoll. Der Unterschied liegt im Detail: der T3 hat Tubeless-Offroad-Reifen und Federung vorne und hinten dokumentiert, der G2 nennt nur «Federung» ohne Achsangabe. Dafür ist beim G2 IP54 angegeben, beim T3 ist die Wasserbeständigkeit nicht bestätigt. IP54 bedeutet Schutz gegen Spritzwasser unter Prüfbedingungen, aber keine Freigabe für Starkregen, Pfützen oder nasse Lagerung. Den ganzen Vergleich findest du im Beitrag KuKirin T3 oder KuKirin G2.

Beide passen zu einem knappen Budget und lassen sich eher verladen als die schwereren Modelle. Für lange Steigungen oder täglich über 40 km sind sie knapp.

Der KuKirin G2 VMP für 579 Franken gehört in eine andere Schublade: 48 V mit 15 Ah, 500 W und laut Hersteller bis 25 km/h bei bis 65 km Reichweite. Er ist langsamer und dafür sparsamer mit dem Akku. Zwei Einschränkungen: er ist derzeit nicht bestellbar, und er ist mit 25 km/h nicht strassenzugelassen, denn die Limite liegt bei 20.

Mehr Leistung zwischen 689 und 899 Franken

Hier beginnen die Modelle mit zwei Motoren. Der Sprung ist deutlich: statt 800 W arbeiten je nach Modell 2000 bis 3200 W, und die Herstellerangaben beim Tempo gehen auf 60 bis 70 km/h.

Modell CHF Akku Motor Vmax laut Hersteller Reichweite laut Hersteller Gewicht
Boyueda Q7 Pro 689 52 V, 19 Ah (988 Wh) 2 mal 1600 W bis 70 km/h 60 bis 70 km 30.2 kg
Joyor T10 769 60 V, 18 Ah 2 mal 1000 W (Peak 3800 W) bis 60 km/h 30 bis 75 km 29.6 kg
KuKirin G2 Master 899 52 V, 20.8 Ah 2 mal 1000 W bis 60 km/h bis 70 km 33.1 kg

Der Joyor T10 ist mit 29.6 kg der leichteste in dieser Gruppe und hat die breiteste Reichweitenangabe: 30 bis 75 km. Diese Spanne sagt dir etwas Wichtiges. Wie du fährst, halbiert oder verdoppelt die Strecke. Gedacht ist die Gruppe für Leute, die auf Privatgelände Reserve bei Leistung wollen und dafür 30 Kilogramm und mehr in Kauf nehmen.


Langstrecke: 80 km und mehr laut Hersteller

Diese Gruppe hat einen Zweck: fahren, ohne ans Laden zu denken. Der Preis dafür steht in der letzten Spalte.

Modell CHF Akku Reichweite laut Hersteller Gewicht
Boyueda Q7 Pro Max 779 52 V, 28 Ah (1456 Wh) 90 bis 110 km 33.6 kg
Boyueda S3-11 1099 60 V, 38 Ah (2280 Wh) 100 bis 120 km 43 kg
KuKirin G3 Pro 1099 52 V, 23 Ah bis 80 km 39.6 kg
Boyueda S5-11 1149 60 V, 38 Ah (2280 Wh) 100 bis 120 km 45 kg
Teverun Blade Mini Ultra 1169 60 V, 27 Ah bis 100 km 33 kg
Teverun Blade GT 2 Pro 1749 60 V, 30 Ah Smart BMS bis 80 km 38 kg
Dualtron Victor Limited 1899 60 V, 35 Ah 95 bis 115 km 39 kg
Teverun Fighter Mini Pro 1899 60 V, 31.8 Ah Samsung bis 100 km nicht angegeben

Zwei Modelle fallen auf. Der Boyueda Q7 Pro Max für 779 Franken nennt 90 bis 110 km und wiegt 33.6 kg. Er ist damit der günstigste Weg zu dieser Reichweitenklasse. Das Teverun Blade Mini Ultra nennt bis 100 km bei 33 kg, also viel Reichweite bei vergleichsweise wenig Gewicht, kostet aber 1169 Franken.

Die Boyueda S3-11 und S5-11 tragen mit 2280 Wh die grössten Akkus dieser Gruppe. Das schlägt aufs Gewicht durch: 43 und 45 kg. Wer so ein Gerät kauft, sollte es dort laden und lagern können, wo es steht. Gedacht ist die Gruppe für Fahrer mit langen Runden auf Privatgelände, nicht für Pendler, die im Treppenhaus wohnen. Zum Stichtag wurde der S3-11 für Anfang August und der S5-11 für Ende August 2026 angekündigt. Prüfe den aktuellen Lieferstatus auf der Produktseite oder frag kurz nach, bevor du einen Termin einplanst.


Die Spitze: Dualtron Thunder 3

Der Dualtron Thunder 3 kostet 3450 Franken und ist das teuerste Modell im Sortiment. 72 V mit 40 Ah ergeben 2880 Wh, die Motoren leisten in der Spitze 10'800 W, laut Hersteller sind bis 100 km/h und 120 bis 170 km Reichweite drin. Er wiegt 51 kg.

Diese 51 kg sind kein Detail, sondern das Wesen des Geräts. Du hebst ihn nicht in einen Kombi und trägst ihn nicht in den Keller. Er gehört auf abgesperrtes Gelände, zu jemandem mit Erfahrung auf schnellen Scootern, einem Platz zum Lagern und dem Budget für Verschleissteile. Für alle anderen ist er die falsche Wahl, und zwar unabhängig vom Preis.

Was du zum Scooter dazu brauchst

Vier Dinge machen den Alltag mit jedem dieser Modelle besser. Ein Schloss, weil ein Scooter schnell weggetragen ist: das kompakte Faltschloss für 49.90 Franken oder das Alarm Bremsscheibenschloss mit 110 dB für 30 Franken. Eine Handyhalterung für 25 Franken, wenn du navigierst. Und ein Schnellladegerät mit 2 bis 8 A ab 89 Franken, wenn dich die Standardladezeit bremst. Wähl auf der Produktseite exakt die Variante zu deinem Scooter. Wenn du bei Modell, Spannung oder Stecker unsicher bist, frag vor der Bestellung kurz nach.

Sinnvoll sind ausserdem ein Helm, eine wetterfeste Abdeckung für draussen stehende Scooter, eine Lenkertasche für Schloss und Ladegerät und ein Akku-Kompressor für den Reifendruck. Diese vier Artikel sind bei uns in Vorbereitung, aber noch nicht bestellbar, deshalb stehen hier keine Links. Wart nicht darauf: einen Helm kaufst du am besten dort, wo du ihn aufsetzen und die Grösse prüfen kannst.

So kommst du in drei Schritten zur Auswahl

  1. Kläre den Ort. Öffentliche Strasse heisst eKFV-Modelle, ab 949 Franken. Privatgelände öffnet das ganze Sortiment.
  2. Miss deine Strecke. Nimm die längste Runde, die du wirklich fährst, und rechne bei Herstellerangaben Reserve ein. Kälte, Steigung und Vollgas kosten Reichweite.
  3. Teste dein Treppenhaus. 25.5 kg ist noch i.O, wenn man weiss, wie hochzuheben ist. 51 kg sind für den täglichen Transport praktisch ungeeignet. Alles dazwischen entscheidest du an deiner eigenen Treppe, nicht am Datenblatt.

Steht das fest, bleiben meist zwei oder drei Modelle übrig. Öffne deren Produktseiten und vergleiche Akku in Wattstunden statt Kilometer, dann vergleichst du das, was wirklich vergleichbar ist. Bei offenen Punkten aus diesem Artikel frag uns direkt, bevor du bestellst.

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